Wohlwollen ist eine sehr wichtige Eigenschaft für jeden Veränderungsprozess, gar für jede Form von Zusammenarbeit und Zusammenleben. Dabei hat Wohlwollen verschiedene Aspekte. Einerseits geht es darum, selbst wohlwollend gegenüber anderen zu sein, d.h. mit einem positiven und konstruktiven Menschenbild anderen zu begegnen, anderen wohlgesonnen zu sein und ihnen etwas zuzutrauen, offen zu sein, sich auf andere einlassen zu wollen und anzuerkennen, dass jeder unterschiedliche Fähigkeiten hat.

Andererseits geht es beim Wohlwollen auch darum, anderen zu unterstellen, dass sie wohlwollend sind und dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes für die Sache tun. Wenn wir anderen gegenüber wohlwollend sind, gehen wir davon aus, dass etwas möglich ist und gelingen kann, sind optimistisch und positiv gestimmt. Wir sind bereit, Vielfalt anzuerkennen und vertrauen uns selbst und anderen.

Insbesondere in Veränderungsprozessen ist Wohlwollen also hilfreich, da es den Fokus auf Gelingen und Kooperation legt, anstatt darauf, wo etwas noch nicht gut klappt.