Flexibilität wird im Alltag oft mit Agilität gleichgesetzt, was so aber nicht ganz richtig ist. Mit Flexibilität ist vor allem Anpassungsfähigkeit gemeint, d.h. die Fähigkeit, sich auf geänderte Anforderungen oder Gegebenheiten einzulassen, ohne zu verzweifeln oder in Panik zu verfallen. Vielmehr ist es die Fähigkeit, Situationen immer wieder neu einzuschätzen, zu analysieren, zu bewerten und dann auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse neu zu entscheiden. Hier liegt auch die klare Abgrenzung zur Sprunghaftigkeit, die auf eine geringe Entscheidungsfreudigkeit und eine starke Abhängigkeit von der Meinung anderer zurückzuführen ist.

Flexibilität ist eine Kompetenz die erlernbar ist. Sie hat viel mit der inneren Haltung zu tun. In unserer Kindheit werden die Weichen für unsere emotionale und geistige Flexibilität gestellt. Wenn wir als Kinder nicht lernen, dass Veränderungen auch etwas Gutes sein können, dann fällt es uns als Erwachsene oft schwerer mit Veränderungen umzugehen. Was uns im Hinblick auf Flexibilität also hilft, ist Offenheit und Neugierde und ein bisschen Mut.