Achtsamkeit ist Grundlage für Agilität, denn es geht vor allem um ein bewusstes im Hier und Jetzt sein. Die Frage „was brauchen wir jetzt, um das Morgen zu kreieren?“ ist eine der Leitfragen im agilen Kontext.

Als Basis für echte Kollaboration ist ein klares (sich selbst) Bewusst-Sein genauso wie die Fähigkeit der wertfreien Betrachtung und der ganzheitlichen Wahrnehmung der Situation, aber auch der eigenen Reaktion auf die Situation, unerlässlich. Immer wieder geht es im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung auch um Selbstbeobachtung und ausreichend Raum für Reflexion, damit sowohl eine persönliche Entwicklung und Reifung, aber auch eine Team-Entwicklung und -Reifung stattfinden kann.

Damit es gelingt, raus aus dem blinden Aktionismus und automatischen Reaktionsmustern zu kommen, haben Neurobiologen schon vor Jahren herausgefunden, dass die Hirnfrequenz eine große Rolle spielt. Je ruhiger die Hirnfrequenz, desto mehr „Hirnkapazität“ steht einem zur Verfügung, die Verknüpfung von rechter und linker Hirnhälfte gelingt besser und Kreativität wird möglich.

Daher ist es kein Wunder, dass z.B. Google mit „Search Inside Yourself!“ sein eigenes Meditations- und Achtsamkeitsprogramm entwickelt hat und kontemplative Praktiken wie Meditation, Yoga etc. derzeit so einen großen Boom erleben.

Achtsamkeit hat aber auch noch einen weiteren Aspekt, nämlich das bewusste Wahrnehmen der eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Wenn sich alle im Team über die eigenen Fähigkeiten und Grenzen und die der Kollegen bewusst sind und achtsam damit umgehen, besteht die Möglichkeit, dass jeder an genau dem Platz im Team eingesetzt wird, der am meisten seinen Fähigkeiten entspricht und so eine volle Potenzialentfaltung möglich wird.