Mitarbeiterzufriedenheit liegt nicht alleine in der Verantwortung des Arbeitgebers. Ob ein Mitarbeiter glücklich und zufrieden ist, hängt vor allem davon ab, wie Mitarbeiter ihr Leben als Ganzes erleben und bewerten. Damit spielt die Arbeit zwar eine große Rolle für das persönliche Wohlbefinden, ist aber nicht der einzige Faktor für Mitarbeiterzufriedenheit.
Im Rahmen einer aktuellen Studie der London School of Economics in Zusammenarbeit mit Gallup wurden 20.000 Personen aus 160 Ländern zum Thema Zufriedenheit und Glück befragt. Dabei haben sie sechs zentrale Faktoren identifiziert:

  • Abwechslungsreiche Aufgaben: Mitarbeiter mit abwechslungsreichen Aufgaben sind glücklicher. Denn wer Innovationsfähigkeit und Kreativität benötigt, aktiviert andere Hirnareale und das steigert die Ausschüttung von Glückshormonen.
  • Einfluss auf die Arbeit: Mitarbeiter, die mitentscheiden können, wie ihre Arbeit organisiert ist, sind zufriedener. Beteiligung führt zu mehr Proaktivität, Interesse und Engagement. Über wen immer nur bestimmt und verfügt wird, der entwickelt hingegen Passivität und Frustration.
  • Aufstiegschancen: Je größer die Möglichkeiten für einen Aufstieg sind, desto glücklicher die Mitarbeiter. Dabei spielt allerdings nicht nur die klassische Führungs-Karriere eine Rolle, sondern auch die Entwicklungsmöglichkeiten in Fach- und Projektlaufbahnen. Die positiven Auswirkungen spielen nicht nur für das Berufs- sondern für das gesamte Leben eine große Rolle
  • Ein gutes Arbeitsklima: Eine angenehme Atmosphäre, die von Vertrauen, Zuversicht und Hilfsbereitschaft geprägt ist, sorgt nicht nur für bessere Stimmung bei den Mitarbeitern, sondern trägt auch zu einer höheren Lebenszufriedenheit bei.
  • Work-Life-Balance: Kaum ein Aspekt der Arbeit hat so großen Einfluss auf das Glück wie die Work-Life-Balance. Wenn die Arbeit zu wenig Zeit für Familie und Partner lässt oder man die Sorgen mit nach Hause nimmt, macht das unglücklich. Die Möglichkeiten für Freizeit, Familie, Freunde und Hobbys müssen phasenweisen Überstunden ausgewogen gegenüberstehen.
  • Gehalt: Auch wenn der Volksmund sagt „Geld allein macht auch nicht glücklich“, so ist das Gehalt natürlich ein wichtiger Hygienefaktor und leistet einen essenziellen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit. Allerdings verliert Geld ab einer gewissen Gehaltsgröße an Bedeutung. Die Statistik zeigt, dass ab einem Jahresgehalt von 74.000 Euro Gehalt durch eine Gehaltserhöhung keine nennenswerte steigernde Auswirkung mehr auf die Motivation gegeben ist.