Energie-Impuls #40: New Work ABC – M wie Mindset

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Energie-Impuls #40: New Work ABC – M wie Mindset

von Victoria Gerards

Der englische Begriff des Mindset kann vielfältig ins Deutsche übersetzt werden, z.B. als Denkweise, Einstellung, Haltung, Mentalität oder Weltanschauung. Dabei geht es im Zusammenhang mit dem Thema New Work vor allem darum, wie wir als Individuum neuen Situationen, Unbekanntem und vielleicht schwierigen Herausforderungen begegnen. Was macht die Disruption mit uns? Haben wir Angst vor der Zukunft oder sehen wir in der Digitalisierung Chancen und Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung?

Wie entwickelt sich unser Mindset? Unsere bisherigen Lebenserfahrungen, Konditionierungen, Glaubenssätze und unsere aktuellen Lebensumstände haben großen Einfluss auf unser Mindset. Wir sind geprägt von unserem sozialen Umfeld, den Menschen, mit denen wir aufgewachsen sind und denen, mit denen wir täglich zusammen sind.

Die Motivationspsychologin Carol Dweck forscht seit längerem zum Thema Mindset und seiner Hintergründe. Dabei hat sie festgestellt, dass es Menschen mit einem offenen, dynamischen Mindset gibt, einem sogenannten Growth-Mindset, die durchaus wachstums- und entwicklungsorientiert sind. Bei diesen Menschen ist zu beobachten, dass sie

  • wissbegierig und neugierig darauf sind, etwas Neues zu erlernen
  • wissen, dass Anstrengungen dafür nötig sind, um etwas zu erreichen
  • Fehler machen als Chance sehen, etwas daraus zu lernen
  • ihre Schwächen kennen, aber daran arbeiten
  • Herausforderungen lieben
  • offen für neue Erfahrungen und Wege des Lernens sind

Andererseits gibt es auch Menschen, die ein starres, festgefahrenes Mindset haben, die lieber

  • Herausforderungen vermeiden, wenn sie Niederlagen befürchten
  • nicht gut mit diesen Niederlagen umgehen können
  • versuchen, diese Niederlagen zu verbergen
  • überzeugt davon sind, nur auf einem Gebiet begabt zu sein (z.B. Mathematikgenie versus Sprachgenie)
  • negative Glaubenssätze innerlich häufig wiederholen

Es geht allerdings nicht nur darum, grundsätzlich optimistisch oder pessimistisch zu sein, das berühmte Glas halbvoll oder halbleer zu sehen. Vielmehr geht es auch um die Frage, ob wir in der Lage sind, neuen Situationen offen und unvoreingenommen zu begegnen, uns auf Neues erst einmal einlassen zu können, dem Neuen eine echte Chance zu geben und mutig eigene Erfahrungen machen zu können. Dabei kommt es sicherlich auch auf die persönliche (Frustrations-)toleranz an und die eigenen Fähigkeiten, mit Unsicherheit, Ambivalenz etc. umgehen zu können. Doch auch die eigene Sensibilität für Vorurteile und Unconscious Biases spielt eine große Rolle.

 

By |2019-09-15T11:56:21+00:0016 September 2019|News|0 Comments